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KAT-Einsatz in Serbien

Geschrieben von: Administrator Samstag, den 24. Mai 2014 um 15:33 Uhr

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Überschwemmungsgebiet in Serbien, nahe Šabac
Wie bereits im vorigen Beitrag beschrieben, sammelten sich am Dienstag, 20.05.2014  gegen 03:00 früh beim Landesfeuerwehrverband Salzburg, die Kräfte für das zweite KAT-Einsatzkontingent mit Lamprechtshausner Beteiligung. Gemeinsam mit LFK Leo Winter verlegten wir in einer etwa 10-stündigen Fahrt mit mehreren MTF ins Einsatzgebiet.

Nach der Begrüßung und dem Bezug des Lagers im Base of Operation (BoO) in der Stadt Šabac gab es eine erste Lage- und Sicherheitseinweisung durch Team Leader Markus Kronreif, Deputy Team Leader Balthasar Gwechenberger und der örtlichen Einsatzleitung.

Eine nicht alltägliche Hochwassergefahr stellten Minen, welche durch die Überschwemmungen in die Save gespült wurden, dar. Durch den Rückgang des Pegels könnten sich die Minen dann flussabwärts im Uferbereich absetzen und so zu einer tödlichen Gefahr für die Einsatzkräfte werden. Eine weitere Gefahr war durch die Kontamination des Wassers durch Chemikalien in unserem Einsatzbereich  gegeben.

Obwohl durch einen Dammbruch ca. 50km flussaufwärts die befürchtete Flutwelle an der Save ausblieb, lag der örtliche Pegelstand aber noch immer rund 60 cm über dem als sicher geltenden Niveau, weshalb die Einsatzleitung mit den örtlichen Einsatzkräften Evakuierungsmöglichkeiten und weitere Maßnahmen evaluierte.

Das Hauptaugenmerk unserer Arbeiten lag jedoch an der Sicherung des Stahlwerks östlich der Stadt Šabac mit dem EU-Modul "High Capacity Pumping" (HCP). Gleich nach Ankunft wurden die Arbeiten im Stahlwerk durch die Mannschaft fortgesetzt. Die Pumpenstandorte der Hochleistungspumpe sowie der Tauchpumpen aus dem Hochwasseranhänger wurden mehrmals angepasst und der Pumpenbetrieb im Schichtdienst aufrechterhalten.

Da der Wasserstand im Einsatzgebiet nach mehreren Tagen Pumparbeit zurückging, wurde die Mannschaftsstärke bei den Schichtarbeiten an HLP und HWA reduziert. Am Donnerstag konnte somit ein Teil der Mannschaft den Einsatz beenden und verlegte gemeinsam mit den Bootsmannschaften aus Kärnten und Salzburg wieder retour nach Österreich.

Am Heimweg wurden wir in Feistritz vom Kärtner Landesfeuerwehrkommandanten in Empfang genommen. Nach der Verabschiedung unserer Kärtner Kameraden traten wir schlussendlich das letzte Teilstück unserer 13-stündigen Heimreise an, sodass wir am Freitag gegen 03:00 wieder in Salzburg eintrafen.

Heute Samstag wurden die verbliebenen Salzburger Einsatzkräfte abgelöst. Aus Lamprechtshausen sind Rainer Maderegger und Richard Reithofer mit der neuen KAT-Einsatzmannschaft im Krisengebiet.

Der neue Einsatzschwerpunkt befindet sich nun in der Ortschaft Majur, westlich von Šabac.

Bilder: